
Umspannwerke, Wind- und Solarparks, Batteriespeicher, Wechselrichter, Smart Meter und die Hersteller-Clouds, die sie steuern.
Umspannwerke, Wind- und Solarparks, Batteriespeicher, Wechselrichter und Smart Meter werden aus der Ferne überwacht und gesteuert, oft über Hersteller-Clouds. Die Energiewende vervielfacht die vernetzten Geräte, die das Netz stabil halten.
Für Betreiber gelten NIS2 und die KRITIS-Regeln. Für Hersteller von Wechselrichtern, Steuerungen und Ladetechnik gelten der CRA und die Funkanlagenrichtlinie. Beide müssen zeigen, dass die Fernsteuerung nicht missbraucht werden kann.
Die Angriffswege, die wir in Erzeugung, Netzen und den angeschlossenen Geräten am häufigsten sehen.
Fernsteuerung
Viele Wechselrichter und Windturbinen werden über die Cloud des Herstellers gesteuert. Eine kompromittierte Plattform erreicht Tausende Anlagen gleichzeitig.
Kommunikation
Abgelegene Standorte hängen von Netzen Dritter ab. Fallen diese aus, gehen Überwachung und Steuerung verloren.
Umspannwerke
IEC 61850 und Fernwirkprotokolle wurden für geschlossene Netze entwickelt und brauchen Schutz, sobald sie vernetzt sind.
Fernzugriff
Serviceteams und Auftragnehmer greifen aus der Ferne auf Parks und Stationen zu, oft mit gemeinsamen Konten.
Geräte
Firmware-Schwachstellen in Wechselrichtern und Batteriesteuerungen können die Netzstabilität gefährden, wenn sie in großem Umfang ausgenutzt werden.
Messwesen
Smart-Meter-Gateways verbinden Haushalte und Unternehmen mit dem Netz. In Deutschland regelt das BSI ihre Sicherheit.
Unternehmens-IT
Ransomware im Büro erzwingt das vorsorgliche Abschalten von Systemen, die den Betrieb unterstützen.
Lieferkette
Komponenten und Software vieler Hersteller treffen in einer Anlage zusammen. Eine Schwachstelle in einem Produkt betrifft viele Standorte.
Im Energiesektor beginnen viele Vorfälle mit Schwächen bei der Fernsteuerung: Zugänge mit schwacher Anmeldung, Steuerbefehle, die weder verschlüsselt noch geprüft werden, Cloud-Plattformen, die Tausende Geräte gleichzeitig steuern, und Lieferanten, deren Ausfall die Kontrolle kostet. Das Risiko geht über den einzelnen Standort hinaus. Wenn Angreifer Erzeugung, Speicher oder Umspannwerke schalten können, verursachen sie Stromausfälle, die Krankenhäuser, Heizungen und alle treffen, die auf Strom angewiesen sind.
Dezember 2015, Angriff auf das Stromnetz
Angreifer übernahmen die Fernsteuerung der Leitsysteme von drei Verteilnetzbetreibern und öffneten Schalter. Rund 225.000 Kunden waren stundenlang ohne Strom.
Quellen: Analyse von E-ISAC und SANS ICS, März 2016; ICS-CERT
Februar 2022, Angriff auf ein Satellitennetz
Ein Angriff auf das Satellitennetz KA-SAT im Februar 2022 unterbrach Fernüberwachung und Fernsteuerung von rund 5.800 Windturbinen.
Quellen: Enercon; Viasat; Reuters; AFP
März 2022, Ransomware
Nach einem Einbruch im März 2022 schaltete der Turbinenhersteller seine IT ab und musste seine Flotte auf andere Fernsteuerungsdienste umstellen.
Quellen: Pressemitteilungen von Nordex, April 2022; Infosecurity Magazine; ISMG
Die Energiewende verlagert die Steuerung an den Rand des Netzes: Wechselrichter, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Ladestationen werden über Hersteller-Clouds gesteuert, oft in großen Flotten. 2025 fanden Forscher 46 Schwachstellen in Solarsystemen und Cloud-Plattformen von drei führenden Herstellern, über die Angreifer ganze Flotten von Wechselrichtern hätten steuern können (Forescout, SUN:DOWN, März 2025). Die Hersteller haben sie behoben. Die Regulierung zieht nach: NIS2 gilt für Betreiber, der EU-Netzkodex für Cybersecurity im Stromsektor ist seit 2024 in Kraft, und der Cyber Resilience Act stellt Sicherheitsanforderungen an die Geräte selbst.
Für Hersteller von Wechselrichtern, Steuerungen und Turbinen bauen wir Sicherheit nach IEC 62443 und CRA in das Produkt ein, mit sicherer Fernsteuerung, signierten Updates und Schwachstellenbehandlung. Für Betreiber sichern wir Fernzugänge und Verbindungen zu Hersteller-Clouds, trennen Netze und bereiten die Anforderungen aus NIS2 und dem Netzkodex vor. AITIGRITY verbindet Bedrohungen, Anforderungen und Tests je Produkt und achtet auf neue Schwachstellen in den Komponenten.
Sechs Bausteine, die Erzeugung und Netze steuerbar halten, für Betreiber und Hersteller.
1
Jeder Standort, jedes Gerät und jede Fernverbindung ist bekannt, auch Hersteller-Clouds.
2
Starke Authentifizierung, Verschlüsselung und Freigabe für jeden Weg, über den Befehle gesendet werden können.
3
Ersatzwege, damit Überwachung und Steuerung den Ausfall eines Netzes überstehen.
4
Zonen und Conduits nach IEC 62443 und geschützte Steuerungsprotokolle nach IEC 62351.
5
Wechselrichter, Steuerungen und Gateways, entwickelt nach CRA, Funkanlagenrichtlinie und IEC 62443-4-2.
6
Leitfäden für Handbetrieb, Meldung und Wiederherstellung nach einem Angriff.
Für Betreiber und Hersteller, von der ersten Prüfung der geltenden Regeln bis zu getesteten Steuerungswegen.
Parks und Umspannwerke, die auch unter Angriff steuerbar bleiben.
Was wir tun
Sie erhalten
Zonenmodell, Maßnahmenplan, Wiederanlaufplan
Klarheit zu NIS2, KRITIS, CRA und Funkanlagenrichtlinie.
Was wir tun
Sie erhalten
Bericht zur Anwendbarkeit, Lückenliste, Roadmap
Sichere Wechselrichter, Steuerungen und Energiemanagementsysteme.
Was wir tun
Sie erhalten
Bedrohungsanalyse, Anforderungskatalog, Architektur-Review
Der Nachweis, dass Geräte und Steuerungswege Angriffen standhalten.
Was wir tun
Sie erhalten
Testbericht, Reaktionsprozess, Meldeleitfaden
Schritt 1
Wir legen Standorte, Produkte und Regeln fest.
Schritt 2
Standortbesuche, Workshops und eine Prüfung der Unterlagen zeigen, wo Sie stehen.
Schritt 3
Wir erstellen die Arbeitsergebnisse mit Ihren Ingenieuren oder erzeugen sie mit AITIGRITY.
Schritt 4
Tests, Übungen und Audit-Vorbereitung schließen die Lücken, auf die es ankommt.
Netz- und Erzeugungsbetreiber sind wesentliche oder wichtige Einrichtungen mit Pflichten zu Risikomanagement und Meldung. Betreiber kritischer Anlagen legen dem BSI zusätzlich Nachweise vor.
Deutsche Betreiber von Energieversorgungsnetzen und Energieanlagen müssen die IT-Sicherheitskataloge der BNetzA nach dem Energiewirtschaftsgesetz erfüllen, einschließlich einer Zertifizierung nach ISO 27001.
Besondere Regeln für grenzüberschreitende Stromflüsse, mit Risikobewertungen für Einrichtungen, die für das Netz kritisch sind.
Sicherheit für die Kommunikation in Energiesystemen, die Stationsautomatisierung sowie Steuerungssysteme und Komponenten in Anlagen.
Wechselrichter, Steuerungen, Wallboxen und Gateways mit digitalen Elementen fallen unter den CRA. Funkgeräte müssen seit August 2025 die Cybersicherheitsanforderungen der RED erfüllen.
Die Beratungsleistungen und AITIGRITY-Module, die in der Energiewirtschaft am häufigsten genutzt werden.
Ein kurzes Gespräch zeigt, welche Regeln für Ihre Standorte oder Produkte gelten und was zuerst kommt.
Mit einem Experten sprechenIn den meisten Fällen ja, wenn sie Software enthalten oder sich mit Netzen verbinden. Funkprodukte müssen zusätzlich die Anforderungen der Funkanlagenrichtlinie erfüllen. Wir prüfen das pro Produktfamilie.
Ein Informationssicherheits-Managementsystem mit Zertifizierung nach ISO 27001 für den im Katalog festgelegten Geltungsbereich, dazu besondere Maßnahmen für die Systeme, die das Netz oder die Anlage steuern.
Mit redundanten Kommunikationswegen, Abläufen für den Betrieb vor Ort und von Hand sowie Übungen, die das testen. Wir helfen Ihnen, das zu planen und zu üben.
Ja. Wir prüfen die Sicherheit von Fernsteuerungsplattformen und legen fest, welche Anforderungen Ihre Verträge enthalten sollten.
Erzählen Sie uns von Ihrem Produkt und den Vorgaben, die Sie erfüllen müssen. Sie sprechen vom ersten Gespräch an mit einem Ingenieur.